Schauplatz für Hofjagden auf Gamswild: Die wildromantische „Gumpe“ zwischen Hochplatte und Geiselstein (Foto: HK)
Wandern im königlichen Gamsrevier
Geiselstein-Runde
Längere Tour, gute Kondition und Trittsicherheit
3:45h
8,4km
689m
686m

Start und Ziel
- Wanderparkplatz in Halblech
- Fahrt mit Kenzenbus (30 Min.) zum Start/ab Ziel nicht in Gehzeit enthalten!
- Start und Ziel: Kenzenbus-Haltestelle „Wankerfleck“

Etappen
- Wankerfleckwiese (1148 m)
- Geiselsteinsattel (1736 m)
- Gumpenkar
- Kenzensattel (1650 m)
- Kenzenhütte (1294 m)
- Wankerfleckwiese (1148 m)

Interessantes am Weg
- Wankerfleck-Kapelle
- Geiselstein („Matterhorn der Ammergauer Alpen“)
- „Gumpe“ (kgl. Gamsjagdgebiet)
- Kenzenwasserfall
- ehem. königliche Bergresidenz

Einkehrmöglichkeiten
- Kenzenhütte
- während der Saison (Bergsommer)
- Öffnungszeiten: 10 – 22 Uhr
- Küche: 10 – 20 Uhr

Wegbeschreibung - "Geiselstein-Runde"
- Zum Startpunkt der Tour gelangt man ab Wanderparkplatz in Halblech (826 m) mit dem Kenzenbus. Er fährt durchs Halblechtal auf der für Pkw gesperrten, 12 km langen Königsstraße (30 Min. Fahrtzeit). Dem Busfahrer mitteilen, dass man am Wankerfleck aussteigen möchte!
- Die Tour startet an der Wankerfleckwiese. Dem Wegweiser zum Geiselsteinsattel folgend, quert man die Wiese.
- Durch den Bergwald des sog. Bockstall und dann auf einem steilen Zickzackpfad gelangt man hinauf zur Baumgrenze. Nach halber Umrundung des Geiselsteinkegels zweigt auf ca. 1529 m der Steig zum Geiselsteinsattel (1736 m) ab.
- Vom Sattel (1736 m) zwischen Geiselstein (1882 m) und Gumpenkarspitze (1918 m) führt ein steiler Schottersteig hinunter ins schöne Gumpenkar, wo man mit etwas Glück Gemsen zu sehen bekommt.
- Auf einem Höhenweg quert man die „Gumpe“, geht unterhalb der Hochplatte (2082 m) durch die sog. „Kalte Lahne“ und schließlich hinauf zum Kenzensattel (1650 m).
- (Der Aufstieg zum Kenzenkopf (1745 m), der hier abzweigt, ist anspruchsvoll; die Zeitangabe „15 Min.“ auf dem Wegweiser ist stark untertrieben.)
- Vom Kenzensattel hinab geht es durch die sog. „Gasse“, die Schlucht zwischen Ausläufern von Hochplatte und Kenzenkopf, Blick auf den Vorderscheinberg (1827 m). Zu seinen Füßen idyllische Mooswiesen, wo der Kenzenbach entspringt.
- Man quert den Bach (bei ca. 1370 m) und folgt seinem Lauf bis zur Fallstufe des Kenzenwasserfalls (1330 m).
- Das letzte Stück Wegs führt – gesichert mit Holzgeländer – den Felsen hinab, dann durch den Wald zur Kenzenhütte (1294 m). – Von hier aus lohnt ein Abstecher (5 Minuten) zum Kenzenwasserfall.
- Wer die ehem. kgl. Bergresidenz sehen möchte, steigt erst am Wankerfleck in den Bus zurück nach Halblech.

Im Gramsrevier der bayerischen Könige
Die Wankerfleckwiese mit malerischem Panorama und uralten Bergahornbäumen war ein Lieblingsplatz Ludwigs II. Die Wankerfleck-Kapelle erinnert an die am Geiselstein verunglückten Bergsteiger und mahnt zur Vorsicht. Der Geiselstein (1882 m) ist ein Kletterberg, nur für Geübte geeignet. Unsere Tour führt daher nicht auf den Gipfel, sondern um den Bergkegel herum in die wildromantische „Gumpe“. Um dieses Kar ranken sich namhafte Gipfel des Ammergebirges: Geiselstein (1882 m), Gumpenkarspitze (1918 m), Gabelschrofen (1989 m), Krähe (2010 m) und Hochplatte (2082 m). Ludwig II. erklomm einige dieser Gipfel. König Max II. und der Prinzregent hielten im Kar jährlich Hofjagden ab. Die Einkehr „Kenzenhütte“ war einst eine Branntweinbrennerhütte, dann königliche Jagd-Diensthütte. Ludwig II. liebte den Platz am Kenzenwasserfall. Sein einstiges Königshaus Kenzen lag am Weg zwischen der heutigen Kenzenhütte und Wankerfleckwiese. Der Kenzenbus fährt dort vorbei, ohne zu halten. (H.K.)




