Die Inschrift auf der Ludwigsbüste in Partenkirchen (Foto: Susanne Nebl)

Partenkirchen bleibt „seinem Kini“ treu

Ludwig-Denkmal

von Susanne Nebl

Partenkirchen bleibt „seinem Kini“ treu

Ludwig-Denkmal

von Susanne Nebl

Ein Ort des Gedenkens an den „geliebten Kini“ – das war der Wunsch vieler Partenkirchener, als 1886 der Tod Ludwigs II. bekannt wurde. Mit der Ludwig-Büste in den St.-Anton-Anlagen wurde dieser Wunsch erfüllt. Heute wie damals wird das Denkmal liebevoll gepflegt. Alljährlich zum Ludwigstag findet zu Ehren des Königs eine Serenade statt.

Der „König-Ludwig-Verein“

Auch der ortsansässige „König-Ludwig-Verein“, der 1979 gegründet wurde, veranstaltet seit 1995 jedes Jahr eine Serenade. Alljährlich am 1. September in der Nähe des Bergasthofes St. Martin auf dem Grasberg (1028m) gedenken die „Königstreuen“ ihrem König. Dieser Verein mit dem 1. Vorsitzenden Thomas Lass bemüht sich zusammen mit anderen „König-Ludwig-Vereinen“ aus verschiedenen Orten Bayerns um den Schutz des bayerischen Brauchtums, der Sprache und Geschichte.

http://www.verband-der-koenigstreuen.de/index.htm

Ein Nachfahre vom „Kini“ in Garmisch?

Ob König Ludwig wirklich eine Affäre mit der Haushälterin Marianna Rieger hatte, wird wohl nie aufgeklärt werden. Tatsache ist: Marianna gebar neun Monate nach ihrem Aufenthalt bei König Ludwig auf dem Schachenschloss einen Sohn, Johann. Angeblich soll dieser Johann dann als Erwachsener plötzlich zu sehr viel Geld gekommen sein. Vielleicht ein Schweigegeld der Wittelsbacher? Sein Enkel, Hansjörg Ries, wohnt heute in Garmisch und versucht, seine Abstammung aufzuklären. Ein DNA-Test könnte Licht ins Dunkel bringen, doch bisher versagten die Wittelsbacher dafür ihre Unterstützung.

Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Garmisch-Partenkirchen
Höhe: 708 m ü. NN
Einwohner: 26.028
Adresse der Marktverwaltung: Rathausplatz 1
82467 Garmisch-Partenkirchen
www.gapa.de

Literatur u.a.:
Mario Praxmarer, Peter Adam: Ludwig II. in der Bergeinsamkeit von Bayern und Tirol, Garmisch-Partenkirchen 2002.

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