Das Bergmassiv der Geierköpfe (2161 m) am Weg zur alten Hundinghütte im Ammerwald (Foto: HK)
Spurensuche im Ammerwald
Zur Hundinghütte
tw. unwegsam; Orientierung u. Trittsicherheit
0:10h
0,7km
25m
3m

Start und Ziel
- Start: Wanderparkplatz am Ammersattel (Tiroler Grenze)
- Ziel: Überreste der Hundinghütte im Ammerwald

Etappen
- Neualmbach-Gries
- Wegweiser „Zur Kreuzspitze“
- Waldweg

Interessantes am Weg
- Grenze Bayern-Tirol
- Blick auf die Geierköpfe (2161 m)
- Überreste der Hundinghütte Ludwigs II.
- Überrest des künstlichen Sees

Einkehrmöglichkeiten
- Schlosshotel Linderhof
- Ammerwald-Alm
- Musteralpe (Plansee)

Wegbeschreibung - "Zur alten Hundinghütte im Ammerwald"
- Vom Parkplatz am Ammersattel („Bei den sieben Quellen“) direkt hinter der Tiroler Grenze führt ein Waldweg zum Gries des Neualmbaches.
- Die Landesgrenze verläuft in der Mitte des Neualmbachs. Sie folgt seinem Lauf bis zu seinem Ursprung unterhalb des Kreuzspitz-Gipfels (2184 m) und geht dann über den Gipfelgrat.
- Das Gries schräg überqueren und (wieder auf deutschem Gebiet) am gegenüberliegenden Waldrand dem Wegweiser „Zur Kreuzspitze“ hinauf in den Wald folgen.
- Nach etwa 400 Metern erreicht man eine Lichtung. Hier findet man rechts des Weges die Überreste der Hundinghütte.
Weiterführende Links

Kurzinfo "Hundinghütte"
Die Hütte hat ihren Namen von der Figur des „Hunding“ aus Wagners Oper „Walküre“. König Ludwig II. übersetzte mit diesem Bauwerk das Bühnenbild des 1. Aktes in Architektur; genau nach Wagners Szenenanweisungen. Sogar die wildromantische Umgebung – mit den Geierköpfen (2161 m) im Blick – passt zu den Szenerien der Oper.
Das urwüchsige Blockhaus stand von 1876 bis 1945 im Ammerwald. (Nach Brand 1884 ließ der König es sofort wiederherstellen.) Was man sich nicht mehr vorstellen kann: Nach Ludwigs Tod 1886 herrschte hier reger Tourismusverkehr – mit Restauration und Pendelbus von Linderhof. Dem setze 1945 ein Forstmeister ein Ende: Er legte Feuer an die Anlage, die ihm „als Hüter von Wald und Wild“ ein Dorn im Auge war. Was übrig blieb, ließ man verfallen.

Spurensuche: Überreste von Hütte und See
Trotz fortgeschrittenen Verfalls sind Spuren dieser historischen Stätte noch nach 80 Jahren vorhanden:
- Die Überreste der Hundinghütte liegen direkt am Waldweg in Form von Baumstämmen, die das Fundament bildeten.
- Von dem künstlichen See, den Ludwig II. anlegen ließ, zeugt eine große Mulde im Waldboden auf der gegenüberliegenden Seite des Wegs. Er war mit Zinkplatten ausgekleidet und ein Einbaum lag an seinem Ufer.
Wie die Hundinghütte innen und außen ausgesehen hat, führt man sich am besten im Schlosspark Linderhof (externer Link) vor Augen. Dort wurde 1990 – mit viel Liebe zum Detail – ein originalgetreuer Nachbau geschaffen.




